Gedanken, Grüne Mode, Minimalismus

Ein Rückblick: 5 Jahre nachhaltige Mode und Minimalismus

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Einer meiner ersten Outfit-Posts.

Lovingfair entstand vor über drei Jahren. Nicht nur, weil ich Spaß am Schreiben habe, sondern auch, weil ich meine Erfahrungen mit nachhaltiger Mode und Naturkosmetik teilen möchte.

Schon vor der Entstehung meines Blogs habe ich vermehrt nachhaltige Mode gekauft, bis vor einem Jahr sogar fast ausschließlich (abgesehen von Wäsche). Da ich im Laufe der Zeit viele alte Kleidungsstücke ausrangieren musste, besteht mein Kleiderschrank mittlerweile tatsächlich aus etwa 85% fair fashion. Auch habe ich mich mehr und mehr für das Thema Minimalismus interessiert und deswegen weniger und gezielter gekauft.

Meine positiven und negative Erfahrungen mit Minimalismus und nachhaltiger Mode möchte ich heute mit euch teilen.

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Ein Outfit aus meinem Italien Urlaub vor zwei Jahren.

Die Auswahl beim Kauf und im Kleiderschrank

Es ist eine Herausforderung nur noch nachhaltige Mode zu kaufen. Es gibt zwar immer mehr nachhaltige Labels, im Verhältnis zu konventioneller Mode ist es aber nur ein kleiner Prozentsatz und das merkt man auch: Es gibt sehr wenig Auswahl.
Der Vorteil dabei ist, dass man weniger leicht verführt wird Blödsinn zu kaufen und entspannter einkaufen gehen kann. Ich persönlich habe mir dadurch für Kaufentscheidungen automatisch mehr Zeit gelassen, mehr Lieblingsteile gekauft und weniger Fehlkäufe gemacht.
Der Nachteil ist: Wer einen bestimmten Stil verfolgen möchte oder bestimmte Kleidungsstücke sucht, wird es nicht einfach haben. Es gibt nicht genügend Auswahl für jeden Anlass, jeden Stil, jede Körperform und jeden Geschmack.

Außerdem merkt man im Design riesige Unterschiede zu konventioneller Mode. In der nachhaltigen Mode stehen viele Labels noch am Anfang und haben einfach nicht die gleichen Möglichkeiten, auch was Materialbeschaffung angeht. Zudem liegt der Focus oft auf Basics, Streetstyle und klassischen Teilen. Ich halte das nicht für zeitgemäß und außerdem für langweilig. Es geht nicht darum, jeden Monat neue Trends zu kaufen aber darum tolle WOW-Liebelingsteile kaufen zu können.

Bleibt man konsequent bei nachhaltiger Mode muss man oft Kompromisse schließen und läuft Gefahr Fehlkäufe zu machen. Oder, wie bei mir, seinen Stil und seinen persönlichen Geschmack einzuschränken. Das hat sich bei mir langsam eingeschlichen, aber letztendlich dazu geführt, dass ich mit der Auswahl in meinem Kleiderschrank unzufriedener geworden bin.

Dazu kommt, dass die Auswahl in meinem Kleiderschrank durch meine minimalistischen Ansichten deutlich geschrumpft ist. Das hat dazu geführt, dass ich für manche Anlässe spontan nichts zum Anziehen habe und auch oft nicht so gut kombinieren kann. Meiner Ansicht nach kann Minimalismus also durchaus auch dazu führen, dass man nicht weiß, was man anziehen soll, auch wenn so gerne behauptet wird, dass sei die Konsequenz aus einem überfüllten Kleiderschrank.

Wer nur noch wenige Kleidungsstücke besitzt, trägt diese häufiger und muss sie öfter waschen. Dadurch ist dere Verschleiß natürlich höher und die Teile gehen schneller kaputt. Das Gute daran ist, dass man die Teile wirklich trägt bis sie auseinander fallen.

Für mich heißt es mitterweile die goldene Mitte zu finden: nicht zu wenig zum Anziehen zu haben aber auch nicht so viele Teile zu besitzen, dass sie im Kleiderschrank liegen bleiben. Ich kaufe auch wieder Lieblingsteile die nicht nachhaltig produziert wurden, ich kaufe auch wieder mehr Teile, damit ich mehr Auswahl habe. Das führt meiner Meinung nach letzendlich zu einem nachhaltigerem Kleiderschrank weil ich zufriedener damit bin und alles länger tragen möchte.

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Ein Kleid von Komodo, das ich auf dem Blog noch nicht gezeigt habe.

Der Preis

Es wäre nicht richtig zu behaupten, nachhaltige und faire Mode sei nicht teurer. Natürlich haben umweltschonende Produktion, faire Arbeitsbedingungen und Zertifizierungen eine Auswirkung auf den Preis. Und sicherlich spielt es auch manchmal eine Rolle, dass nachhaltige Mode eine Nische ist und es wenig Konkurrenz gibt. Deswegen kann für viele Produkte mehr verlangt werden. Vor allem wenn man nicht nur T-Shirt, Jeans und Sweatshirt kaufen möchte, wird es teurer. Preise wie bei H&M, C&A oder Primark zu erwarten ist natürlich von vornherein unrealistisch.

Dazu kommt, dass grüne Mode überwiegend aus hochwertigen Naturfasern besteht, was einfach teurer ist als bestimmte synthetische oder zellulosische Chemiefasern. Wer nicht viel Geld zur Verfügung hat und trotzdem nachhaltig shoppen möchte, sollte am besten im Sale und/oder Second-Hand kaufen, sowie sich gut überlegen in welche Teile man investiert. Bei dem Angebot das es momentan gibt halte ich es aber trotzdem für utopisch, dass sich jeder nur noch nachhaltige und faire Mode leisten kann.

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Mein Lieblingskleid von People Tree.

Die Materialien und die Qualität

Mich stört es, dass die meisten nachhaltigen Kleidungsstücke aus Naturfasern sind. Denn zum einen sind die nicht immer die nachhaltigste Alternative und zum anderen sind sie teilweise sehr empfindlich und pflegeaufwendig. Für Menschen, die auf Tierhaare, Daunen und Leder verzichten möchten, kann es außerdem sehr schwierig werden warme Winterpullover und -Jacken zu finden. In letzter Zeit werden zum Glück auch vemehrt andere Materialien wie recyceltes Polyester und Modal eingesetzt.

Des Weiteren habe ich die Erfahrung gemacht, dass manche nachhaltige Kleidungsstücke aus meinem Kleiderschrank schneller kaputt gegangen sind als vergleichbare, konventionell hergestellte. Das kann daran liegen, dass der Umwelt zuliebe einige Aufrüstungen der Materialien nicht möglich sind und deswegen die Kleidungsstücke schneller an Qualität verlieren. Und, dass die Farben bei manchen Marken schneller verblassen.

Trotzdem habe ich den Eindruck, dass überwiegend schöne und gute Qualitäten angeboten werde. Außerdem habe ich dank nachhaltiger Mode weniger Probleme mit meiner Haut, da diese manchmal auf Farben oder Materialien reagiert.

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DIY-Rock, den ich aus einer kaputten Kuyichi-Jeans genäht habe.

Fazit

Wie ihr seht bin ich, obwohl ich über nachhaltige und faire Mode blogge, nicht überzeugt davon, zum jetzigen Zeitpunkt nur nachhaltige Mode zu kaufen. Natürlich wünsche ich mir für die Zukunft und halte es auch für notwendig, dass mehr bereits bestehende Marken sich in die Richtung entwickeln und weitere nachhaltige und faire Labels entstehen. Es werden hoffentlich noch mehr und bessere, umweltfreundliche Materialien gefunden, die vielleicht auch preisgünstiger angeboten werden können.

Aber ich denke, es dauert noch ziemlich lange und lässt sich nicht so schnell umsetzen. Die Produktionskette in der Modeindustrie ist leider so lang und komplex, dass ich eine Umstellung auf nachhaltige und faire Mode für einen langen und schwierigen Prozess halte. Im Hintergrund steht natürlich immer die Einstellung des Konsumenten, wieviel und was wir kaufen möchte, welche Qualität und welche Marken wir unterstützten und wieviel Geld wir bereit sind auszugeben.

Hier könnt ihr übrigens alle Outfits ansehen, die ich auf lovingfair hochgeladen habe.

Achtet ihr darauf nachhaltige und faire Mode zu kaufen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Und was wünscht ihr euch für die Zukunft im Bereich (nachhaltige) Mode?

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12 Kommentare

  • Antworten strawberrymouse 25. Januar 2016 um 23:48 Uhr

    Toller Post! (Erinnert mich ein bisschen an meinen Umstieg auf Naturkosmetik, der mich letztlich dann doch irgendwie dazu bewogen hat, z.T. wieder konventionell zu kaufen ;)).
    Interessant finde ich, Minimalismus auch mal kritisch zu betrachten; das findet man ja eher selten.
    Ich achte inzwischen schon darauf, faire und nachhaltige Mode zu kaufen und würde mir das für unseren gesamten Haushalt wünschen (also einschließlich Handtücher, Bettwäsche und Co), aber es scheitert schon manchmal am Preis und der Auswahl. Natürlich erwarte ich, dass die Produkte mehr kosten, aber es muss auch ins Budget passen und ich möchte ja nicht nur ein Handtuch kaufen ;). Die begrenzte Auswahl stört mich ebenfalls – bei Schuhen hatten wir das ja; ich trage kein Leder, das schränkt die Auswahl immens ein; vor allem aber in Bezug auf Verfügbarkeit. Ich möchte eigentlich gern „befühlen“ was ich kaufe und da ich so blöde Zwischengrößen habe, auch gern anprobieren. Aktuell bin ich aber noch gezwungen online zu bestellen (was mich bei NK auch stört; Transport, Verpackung,…). Ich muss mir die Sachen also online anschauen und da weichen Foto und meine Vorstellung eines Kleidungsstückes in der Realität schon mal voneinander ab, also muss ich es wieder zurücksenden, was dann wieder weitere Ressourcen verschwendet…

    • Antworten Mari 26. Januar 2016 um 11:57 Uhr

      Freut mich, dass dir der Post gefällt. Ich habe echt lange dran geschrieben und immer wieder umgetippt und es vor mir hergeschoben, weil ich nicht wollte, dass man ihn falsch versteht. Aber ich bin eben auch der Meinung, dass man bei dem Nachhaltigkeits-Hype momentan auch mal angebrachte kritische Worte schreiben muss.

      Mit dem Thema Online-Bestellung hast du vollkommen Recht, das ist auch ein wichtiger Punkt, den ich ganz vergessen habe! Ich bin mir auch sicher, dass man offline manchmal noch tolle Teile finden würde, sie aber auf einem Foto im Online-Shop so anders wirken, dass man sie gar nicht erst bestellt. Ekyog zum Beispiel bietet so schöne Kleidung an, auch toll von der Qualität, aber auf den Fotos (ohne Models!) sieht man gar nicht richtig wie die Teile fallen und alles wirkt nicht so gut wie im Laden und angezogen. Das mit der Verpackung finde ich auch immer etwas fragwürdig. Für ein Teil gebe ich ungern eine komplette Bestellung auf, aber wegen der kleinen Auswahl und dem Preis finde ich oft nicht mehr was mir zusagt.

  • Antworten strawberrymouse 25. Januar 2016 um 23:49 Uhr

    Jetzt bin ich ganz davon abgekommen: Deine Fotos mag ich super-gern!

  • Antworten Thank That 26. Januar 2016 um 12:27 Uhr

    Ein toller Artikel! Lieben Dank für diese ganz persönlichen Einblicke. Auch wir hoffen, dass nachhaltige Mode jeden Tag ein Stückchen mehr in den Fokus der Menschen tritt. Und auch wenn es mittlerweile schon viele schöne faire Labels gibt, ist da der Bedarf gewiss noch nicht gedeckt. Es bleibt also spannend!
    http://thankthat.com/

  • Antworten Ruhrstyle 26. Januar 2016 um 14:45 Uhr

    Hallo,

    ich habe deinen Artikel sehr gebannt und voller Interesse gelesen. Das Fazit kann ich für mich persönlich allerdings nicht nachvollziehen, denn selbst wenn wir wenig im Schrank haben, haben wir noch weit aus mehr zum anziehen und kombinieren als eine Näherin von Fast Fashion Teilen. Außerdem gibt es immer noch die nachhaltige Variante, Kleidung second hand zu kaufen. Aber um himmels Willen, das soll nun kein Angriff sein, sondern ist lediglich meine Meinung zu diesem Thema. Wie gesagt den Artikel an sich fand ich sehr interessant. Und, ich muss auch zugeben, dass es noch nicht so lange her ist, dass ich auf nachhaltig, vegan und fair umgestiegen bin.

    liebe Grüße
    Rebecca

    • Antworten Mari 26. Januar 2016 um 17:03 Uhr

      Hallo Rebecca,

      vielen Dank für deinen kritischen Kommentar. Ich verstehe deine Meinung zu meinem Fazit. Es ist manchmal etwas schwierig, alle Gedankengänge die man hat, in einem Artikel unterzubringen. Genau deine Kritik habe ich sogar erwartet, obwohl ich genau auch darüber nachgedacht habe. Mir ist bewusst, dass eine Näherin in Bangladesh weniger zum Anziehen hat als wir, könnte sie sich genauso viel leisten wie wir, würden unsere Sachen nicht mehr in Asien genäht und die Menschen hier müssten deutlich weniger besitzen bzw. viele Menschen hier könnten sich fast gar nichts mehr leisten. Das ist traurig, aber wahr und auch nichts, was man so schnell ändern kann.

      In unserer Gesellschaft ist es schwierig wenn man sich nicht korrekt anzieht, es gibt viele Berufe und Anlässe, da kann man nicht in Jeans und T-Shirt rumlaufen. Es mag sein, dass es Leute und Berufe gibt für die es komplett funktioniert und vielleicht gehörst du dazu, vielleicht machst du auch andere Erfahrungen als ich. Vielleicht sollte ich aber auch sagen, dass es mir überhaupt nicht um Fast Fashion ging und auch nicht darum unzählige Teile zu besitzen, wie gesagt, ich halte gar nichts davon, wenn man Kleidung besitzt die im Kleiderschank vergammelt. Ich hatte eine zeitlang wirklich sehr, sehr wenig Kleidung. Das hat eine Weile funktioniert, dann kamen aber auf einmal viele Anlässe, für die ich neue Kleidung gebraucht habe.

      Second-Hand funktioniert manchmal, da hast du recht, für mich aber selten, vor allem kommt es darauf an, ob man Zugang zu tollen Second-Hand-Läden hat. Ich persönlich kaufe auch gebraucht nur sehr hochwertige und gepflegte Kleidung und will auch dann noch meinem Geschmack treu bleiben. Ich sehe den Second-Hand Hype momentan auch etwas zwiegespalten, da ich leider den Eindruck habe, dass Kleidertausch und so weiter gerade von jüngeren Menschen als Argument gesehen wird unzählige Kleidungsstücke zu kaufen, weil man sie ja wieder verkaufen kann. Leider landet deswegen auch immer mehr Schrott im Second-Hand, auf Flohmärkten und Kleidertauschpartys. Zumal sehr trendige Teile im Second-Hand überhaupt keinen Wert haben. Den Näher/innen bringt das zum Beispiel überhaupt nichts, außer dass die Preise noch mehr gedrückt werden. Der Umwelt zuliebe macht es natürlich Sinn, dass weniger neu gekauft wird, wenn es denn tatsächlich so ist!

      Ich denke meine Ansicht ist zeitgemäß und auch für eine breite Masse umsetzbar, auch wenn ich mein Vorgehen nicht unbedingt für das optimalste halte, für mich momentan ist es so richtig. In zehn oder zwanzig Jahren wird das Thema hoffentlich einfacher sein :).

      Liebe Grüße
      Mari

  • Antworten fairlockend 27. Januar 2016 um 13:20 Uhr

    Ein interessanter Artikel, ich habe ihn gerne gelesen. Fünf Jahre Fair Fashion – da warst du ja quasi einer der Pioniere 🙂

    Deine Meinung zu Second Hand, die du in den Kommentaren erläutert hast, teile ich total. Und allgemein finde ich es gut, dass du kritisch bleibst und dir deine eigenen Gedanken machst.

    Trotzdem sehe ich persönlich die Dinge ein bisschen anders, wobei ich auch sehr privilegiert bin.
    Den Preisunterschied, den du ansprichst, ist zwar definitiv da, und ein Hartz IV Empfänger (oder Leute mit einem ähnlich niedrigen Einkommen) wird beispielsweise wirklich keine Ökofaire Mode kaufen können, das ist leider so. Aber bei den meisten Menschen ist es eine Frage der Prioritäten. Das soll kein Vorwurf an diese Personen sein, wir neigen alle dazu, lieber mehr zu wollen, da kann sich kaum jemand freisprechen, aber es taugt meines Erachtens nach nur bei wenigen, wirklich finanziell schlecht gestellten Menschen als Ausrede.
    Und gerade im Sale gibt es auch außerhalb der Basics wirklich erschwingliche Teile. Wer beruflich mit Mode zu tun hat oder spezielle Kleidung braucht, bei dem sieht die Sache natürlich wieder etwas anders aus, das verstehe ich absolut, aber ich meine den Ottonormalverbraucher oder Freizeitkleidung.

    Deinen Weg, gelegentlich wieder konventionelle Kleidung zu kaufen, kann ich nachvollziehen, so wie du ihn erklärt hast. Trotzdem finde ich es natürlich schade und hoffe, dass Angebot und Preise der ökofairen Mode bald so sind, dass es nicht mehr nötig ist.
    Ich sehe vor allem auch die Gefahr, dass es, wenn man einmal wieder mit der konventionellen Mode angefangen hat, viel mehr wird als ursprünglich gewollt und es nicht bei Ausnahmen bleibt. Von meinem Charakter her ist das zumindest bei mir so, deshalb versuche ich gar keine Ausnahmen zu machen. Mir ist aber wie gesagt klar, dass ich privilegiert bin und das so nicht jedem möglich ist.

    Beste Grüsse an dich
    Gina

    • Antworten Mari 27. Januar 2016 um 20:01 Uhr

      Hallo Gina,

      ich gebe dir Recht, dass viele Menschen das Preisargument nur als Ausrede benutzen. Ich gehe aber davon aus, dass es oft auch etwas mit Prioritäten zu tun hat. Möchte man nämlich auch noch Bio-Lebensmittel und Bio-Kosmetik kaufen wird das ein Lebensstil, den sich eben viele nicht mehr leisten können. Bei mir ist es oft auch die Kombination aus Preis und Angebot, also beispielsweise, dass es vielleicht eine entsprechende nachhaltige Jacke gibt, die ich brauche und schön finde, die dann aber einfach zu teuer ist.
      Da ich schon so lange nur nachhaltig gekauft habe und sowieso sehr picky bin, bin ich ziemlich resistent was Shopping-Verlockungen angeht :-D. Ich verstehe deinen Gedanken aber!
      Liebe Grüße
      Mari

  • Antworten Marisa 17. Februar 2016 um 12:42 Uhr

    Ein sehr schöner und sehr ehrlicher Beitrag 🙂
    Vor allem die ehrlichen Worte zum Minimalismus gefallen mir gut, da ich gerade auch dabei bin meine komplette Wohnung zu entrümpeln und immer wieder begeistert bin von diversen Minimalisten Blogs die auch alle immer sagen dass es so toll, einfach und befreiend ist. Super durch dich auch mal an andere Aspekte zu denken 🙂

    Liebe Grüße, Marisa

    http://www.myfairladies.net

    • Antworten Mari 17. Februar 2016 um 14:59 Uhr

      Das freut mich :)!

  • Antworten Christine 16. Juni 2016 um 20:51 Uhr

    Ähnlich wie du habe ich vor einigen Jahren nachhaltige Mode für mich entdeckt. Mir ging es in erster Linie darum, „echte“ Naturfasern zu tragen. Zwar haben die Einzelteile etwas mehr gekostet, dafür habe ich sie jahrelang getragen, gewaschen und erneut getragen. Einige davon sind mittlerweile mehr als zehn Jahre in meinem Kleiderschrank heimisch und haben weder Form noch Farbe verloren.
    Es sollte Oberbekleidung für zwei Wochen vorhanden sein, so dass man nicht zwingend nach einer Woche waschen muss. Außerdem muss jedes Oberteil zu mindestens zwei Unterteilen passen. Ich habe gern reduzierte Sachen gekauft und kaufe immer noch gern reduziert. Weil ich meine Kleidung lange habe und Kleinigkeiten repariere, brauche ich weniger Stücke und trage diese länger. Da lohnen sich auch die Portokosten, weil ich dann gleich mehrere Teile ordere.
    T-Shirts, die fair, nachhaltig und höchst ökologisch produziert werden, sind bei einem Preis jenseits von 80 Euro hoffnungslos überbezahlt. Das ist zu teuer. So viel kosten manchmal nicht einmal Designer-T-Shirts.
    Secondhand – kaufe ich sehr, sehr selten. Denn ich habe keinen Laden in der Nähe. Zudem ist mein Kleiderschrank gut gefüllt, so dass mein Kleideretat seit gut einem Jahr ziemlich reduziert ist.
    Was eine Alternative ist: Selbermachen. Wieso nicht einfach mal im Winter ein Kleid oder einen Rock nähen? Wieso nicht im Sommer einen Schal mit passender Mütze stricken? Diese Teile werden geschätzt und getragen, sie passen und erfreuen.
    Zum Ausgehen habe ich wenige Teile, dafür langlebige. Bei vielen Veranstaltungen gibt es keine Vorschriften, so dass ein Oberteil mit Glitzer oder einer auffallenden Zeichnung kombiniert mit einer dunklen Hose oder einem dunklen Rock immer passt. Dann lieber mit einem tollen Schal oder Schmuck glänzen.

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