Körper- & Haarpflege, Naturkosmetik

Haarentwirrung II

Die Krönung des (vorerst) besten Detanglers

Nachdem ich einige weitere Produkte getestet habe, gibt es nun den zweiten Teil meiner Detangler Serie (hier geht es zu Teil I). Letztes Mal haben am besten der Citrus und Neroli Detangler von John Masters Organics und das Aloe Gel von Aubrey Organics abgeschnitten. Letzteres allerdings nur für leichter zu entknotendes Haar. Eigentlich hatte ich vor, mehr Spülungen als Detangler zu testen, allerdings gefallen gerade die günstigen meinen Haaren und meiner Kopfhaut nicht. Deswegen bin ich davon etwas abgekommen.

Lavera Apfel-Haarspülung

Zu dem Shampoo gibt es auch die passende Spülung. Leider habe ich versäumt ein Foto von der Apfel-Haarspülung zu machen, die Verpackung gleicht aber dem Shampoo, ist nur etwas kleiner. Die Spülung ist cremig und lässt sich gut dosieren und verteilen. Die Apfel-Spülung riecht nur leicht nach Apfel, irgendwie erinnert es mich an einen Nachtisch. Der Auskämm-Effekt ist gut. Leider reagiert meine Kopfhaut allerdings nach relativ kurzer Zeit mit Juckreiz, welches Problem ich schon lange nicht mehr hatte. Außerdem wird das Haar schneller strähnig. Einen deutlich sichtbaren Effekt, also Glanz und weiches Haar, konnte ich nicht feststellen. In der INCI Liste steht Alcohol direkt an dritter Stelle,was eventuell austrocknend wirken könnte, Cetyl und Cetearyl Alcohol an vierter und fünfter. Letztere wirken allerdings nicht austrocknend. Außerdem kann das Produkt laut codecheck.net Palmöl enthalten, was mir auch nicht gefällt. Trotz des relativ niedrigen Preises ist die Apfel-Haarspülung also kein Nachkauf-Produkt für mich geworden.

150ml kosten 4.95 Euro.

INCI: Water (Aqua), Glycine Soja (Soybean) Oil, Alcohol, Cetyl Alcohol, Cetearyl Alcohol, Glyceryl Stearate Citrate, Isoamyl Laurate, Lauryl Laurate, Lauryl Glucoside, Pyrus Malus (Apple) Fruit Extract*, Persea Gratissima (Avocado) Oil*, Hydrolyzed Wheat Proteine, Sodium PCA, Dehydroxanthan Gum, Potassium Cetyl Phosphate, Potassium Di-Cetyl Phosphate, Dipotassium Hydrogen Phosphate, PCA Glyceryl Oleate, Tocopherol, Helianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil, Ascorbyl Palmitate, Fragrance (Parfum), Limonene

Less is more Tangerine Curl Balsam

TangerineCurlBalm

Den Balsam von Less is more hatte ich lange Zeit, musste ihn auch entsorgen, da er eine veränderte Farbe und Konsistenz angenommen hatte. Da ich Citrus-Düfte liebe, hatte ich mir hier natürlich ein Mandarinen-Erlebnis à la Alverde Mandarinen Körperbutter erhofft. Dem ist aber nicht so, es riecht eher bitter nach Mandarine. Anfangs war ich total enttäuscht, habe mich dann aber schnell an den Duft gewöhnt und mag ihn mittlerweile sehr gerne. Er bleibt auch sehr lange im Haar! Das Produkt soll für leichte Kämmbarkeit, Glanz und Volumen sorgen, außerdem Locken definieren und vor Stylinghitze schützen. Man verteilt den Balsam ins feuchte Haar. Das stellt sich schon mal als etwas schwierig heraus, da das Produkt recht flüssig ist. Ich habe es deswegen meistens auf die Bürste gegeben und versucht so in meinen Haaren zu verteilen. Doof nur, dass es ziemlich klebrig ist und man deswegen die Bürste öfter sauber machen muss. Ich weiß nicht, ob es an der schlechten Verteilung oder am Produkt selber liegt, aber wirklich besser ist die Kämmbarkeit durch den Balm nicht geworden. Trotzdem mag ich den Tangerine Curl Balm, da er gut riecht, etwas Glanz bringt, meine Lockenwellen schön aussehen lässt und ich den Eindruck hatte, dass er auch gut pflegt. Der Weingeist an dritter Stelle der Inhaltsstoffe trocknet übrigens laut Hersteller Website das Haar nicht aus, sondern verdampft schnell, ansonsten hätte ich an den Inhaltsstoffen auch nichts zu meckern.
Leider ist der Balm mit 25 Euro sehr teuer, aber man braucht nur recht wenig Produkt. Als Detangler würde ich den Tangerine Curl Balm allerdings nicht empfehlen, da er dafür nicht wirklich geeignet ist. (Hier auch wieder…vielleicht bei kürzerem, dünnem Haar, aber für was braucht man dann überhaupt einen Detangler?)

 150ml kosten 25 Euro.

INCI: Aqua, Aloe Barbadensis, Alcohol (Weingeist), Glycerin, Melissa Officinalis (Melisse) Extract, Hydrolyzed Silk, Parfum (reine ätherische Öle inkl. Limonene, Linalool, Citral, Geraniol), Guar Hydroxypropyl Trimonium Chloride, Panthenol, Citrus Nobilis (Mandarine) Oil, Chitosan Lactate, Tocopherol, Helianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil.

Aubrey Organics NuStyle Organic Detangler and Shine Booster

AubreyOrganicsNuStyle

Auf den Detangler von Aubrey Organics war ich besonders gespannt, da es ein Produkt zum Aufsprühen ist. Somit lässt es sich deutlich besser verteilen. Das Design der Sprühflasche finde ich nicht besonders hübsch und mit jedem Pumpstoß kommt nur wenig Produkt heraus, so dass ich einige Male drücken muss. Das finde ich aber nicht weiter schlimm, immerhin hat nicht jeder so eine Masse an Haaren wie ich. Der Geruch ist schwierig zu beschreiben, ich empfinde ihn aber auf jeden Fall nicht als unangenehm, aber auch nicht als besonders gut. Die Haare lassen sich damit ganz gut auskämmen, das Resultat könnte aber besser sein. Das Produkt macht die Haare schön weich und lässt sie glänzen, allerdings hatte ich ab und zu verstärkt fliegendes, elektrisch aufgeladenes Haar, was natürlich nicht besonders schön ist und was das Produkt, laut Hersteller Versprechen, eigentlich verhindern soll. Ich vermute aber, dass das in Kombination mit Winterpullis passiert ist. Was mich auch stört ist, dass alcohol denat. an zweiter Stelle steht, das brauche ich nicht in einem Haarprodukt, welches ich etwa jeden zweiten Tag anwende. Aloe Vera steht an dritter Stelle, mit diesem gemischten Produkt lassen sich die Haare aber auf jeden Fall besser auskämmen, als mit dem reinem Aloe Gel (Vielleicht liegt es auch an der Verteilung?). Danach folgen noch ein paar Öle, weswegen ich die kurze INCI-Liste trotz des Alcohols dann doch ganz gut finde.
Momentan steht noch eine Flasche bei meinem Freund (da ich versehentlich zwei bestellt hatte) und ich kann mir vorstellen, dass wenn diese Flasche geleert ist, ich noch mal eine kaufe, da der NuStyle OrganicsDetangler ein solides Produkt mittlerer Preisklasse darstellt.

 148ml kosten 12.90 Euro.

 INCI: Aqua, alcohol denat. (38b, lavender*), aloe barbadensis (aloe) leaf juice, oenothera biennis (evening primrose) oil, chenopodium quinoa seed extract, citrus aurantium dulcis (orange) peel oil, citrus medica limonum (lemon) peel oil, citrus aurantifolia (lime) oil*, eucalyptus globulus leaf oil.

DIY-Detangler

Im Internet gibt es ein paar Anleitungen für DIY-Detangler, davon sind mir die meisten aber zu aufwendig, weswegen ich nur diese ausgetestet habe. Man nimmt dafür eine beliebige Haarspülung (etwa 3 Esslöffel) und mischt sie mit Wasser (¼ Tasse), gibt das ganze in eine Sprühflasche und hat dann einen Spray-on Detangler. Diese Angaben sind natürlich variabel. So spart man Produkt und kann gleichzeitig die Haarspülung besser verteilen. Die so zum Detangler umfunktionierte Spülung wird übrigens nicht ausgewaschen. Ich habe das mit der Lavera Apfel-Haarspülung getestet und es hat wunderbar funktioniert. Es lässt sich gut verteilen und sehr gut auskämmen. Auch erschwerte die Spülung auf diese Weise meine Haare nicht. Allerdings würde ich mir beim nächsten Mal eine pflegendere Spülung besorgen und diese verwenden (z.B. Citrus und Neroli Detangler von John Masters Organics), da das Produkt so auf dem Haar liegen bleibt. Tolle Methode, finde ich. Man spart Geld und Produkt, kann sich den Duft selber aussuchen und hat den Vorteil der Sprüh-Funktion. Eventuell kommen aber die anderen Vorteile eines Produkts, wie Glanz und weiches Haar, nicht ganz so gut zur Geltung, das könnte aber auch an der Apfel-Haarspülung liegen ;-).

Fazit und Vorschau

Von diesen Produkten gefällt mir das DIY am besten, da es mit die beste Auskämmbarkeit beschert und individuell zu gestalten ist. So kann ich mir auch mal den teuren John Masters Organics Detangler leisten, nur ab und zu als richtige Spülung verwenden und ansonsten den DIY-Detangler daraus machen.

Insgesamt bewerte ich die bisher getesteten Produkte kurz zusammengefasst folgendermaßen:

  1. John Masters Organics Citrus und Neroli Detangler → Weil er den WOW-Effekt liefert. Weil er gut riecht. Ist zwar teuer, aber eindeutig am besten.
  1. DIY-Detangler → Weil er günstig und individuell variabel ist und einen sehr guten Detangler-Effekt liefert.
  1. Aubrey Organics Aloe Vera Gel→ Weil der Preis okay ist und der Auskämm-Effekt für dünneres und/oder kürzeres Haar sicher ausreichend ist. Außerdem besteht das Produkt nur aus einer Zutat und schenkt dem Haar Feuchtigkeit und istder Kopfhaut eine Wohltat.
  2. Aubrey Organics New Style Detangler and Shine Booster → Weil der Preis okay ist und man mit der Sprühfunktion alle Haare erreicht, außerdem einen schönen Glanz erhält.
  1. Alverde 2-Phasen Sprühkur Aloe Hibiskus → Weil das Produkt sehr günstig ist, und wenn man nicht zuviel erwischt, es auch durchwegs positive Effekt (Glanz, Weichheit, leichtere Kämmbarkeit) schenkt. Ich würde den DIY-Detangler allerdings vorziehen.

Alle anderen getesteten Produkte sind meiner Meinung nach gar nicht erwähnenswert (abgesehen vom Less is more Tangerine Curl Balm, dieser aber nicht als Detangler).
Da ich immer etwas faul bin und gerne neue Produkte teste, werde ich, trotz des tollen DIY-Detanglers, weiterhin Ausschau nach anderen Produkten halten (z.B. das angekündigte Produkt von Lavera zum Aufsprühen) und euch auf dem Laufenden halten ;-).

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ebenfalls interessant

2 Kommentare

  • Antworten amelie 26. Oktober 2014 um 10:03 Uhr

    Also ich wollte mir damals auch den detangler von A.O., es kam aber nie dazu. Ich kann dir den Yarok
    „Feed Your Ends“ Leave- In und Hitzeschutz empfehlen. Für mich wichtig: es ist kein Alkohol enthalten. Ich bin total begeistert von diesem Produkt, weil es meine Haare schon weich und gut kämmbar macht. Der Preis hat es zwar in sich, aber da ich meine Haare nur einmal in der Woche wasche, kommt er auch nur dann bei mir zum Einsatz. Vielleicht probierst du ihn mal aus!? 😉

    • Antworten Mari 26. Oktober 2014 um 21:51 Uhr

      Danke für den Tipp, Yarok werde ich mir jetzt mal notieren, man hört ja nur Gutes darüber! 🙂

    Schreibe einen Kommentar