Dekorative Kosmetik, Minimalismus, Naturkosmetik

Minimalismus: 7 Tipps zum Kosmetik aussortieren

Damit es übersichtlich bleibt, habe ich mich in diesem Beitrag auf Make-Up Produkte beschränkt!

Im letzten Artikel habe ich schon einige Gedanken zum Thema Minimalismus mit euch geteilt. Heute geht’s ans Eingemachte: Kosmetik beziehunsgweise Make-Up entrümpeln, aussortieren, aufräumen und entsorgen! Minimalismus hilft dabei bewusster zu konsumieren und sich auf Produkte zu konzentrieren, die einem wirklich Freude bereiten. Wie ich mein Make-Up aufbewahre könnt ihr übrigens in meinem Beitrag zum Thema Kosmetik-Aufbewahrung lesen. Meine Tipps für eine minimalistische Make-Up Sammlung:

1. Stelle dir ein paar hilfreiche Fragen und entscheide dich für deine Make-Up-Looks!

Bevor man anfängt fleißig auszusortieren, macht es Sinn sich ein paar Fragen zu stellen, die dir bei deiner Entscheidung, welche Produkte bleiben und welche gehen sollen, helfen können:

  • Welche Farben stehen dir gut und welche überhaupt nicht?
  • Welche Produkte magst du am liebsten und warum?
  • Welche Produkte trägst du wenig bis gar nicht?
  • Welche Produkte sind dir zu unpraktisch?
  • Welche Produkte fehlen dir?
  • Welche Produkte passen nicht zu deinem Hauttyp?
  • Wieviel Kosmetik brauchst du wirklich?
  • Welche Produkte/Inhaltsstoffe verträgst du gut, welche nicht?
  • Welche Inhaltsstoffe möchtest du nicht verwenden?


Es ist außerdem hilfreich sich zu überlegen, welche Make-Up-Looks dir besonders gut stehen und welche du am liebsten an dir magst. Das hat mehrere Vorteile: Du entwickelst dadurch Statement-Looks für dich, die dich unverkennbar machen, du hast für verschiedene Anlässe gleich den passenden Look parat und du kommst nicht in Versuchung dir Sachen zu kaufen, die dir nicht stehen oder die du dann nie verwendest.

Ich betone zum Beispiel am liebsten meine Augen und trage sehr gerne Rouge. Deswegen gehören Cat- und Smokey-Eyes in verschiedenen Variationen zu meinen liebsten Make-Up-Looks. Lippenstift dagegen besitze ich gar keinen, da ich lieber getönte Lippenpflege trage. Ich hätte gerne zumindest einen richtigen Lippenstift, der fehlt mir also in meiner Sammlung.

2. Entscheide welche Produkte du auf jeden Fall behalten möchtest!

  • Produkte, die du häufig verwendest und gut verträgst
  • Produkte, deren Farben dir sehr gut stehen und mit denen du dich gut fühlst
  • Produkte, deren Anwendung für dich unkompliziert ist

Alle anderen Produkte wirst du nämlich nicht besonders oft verwenden und dann macht es keinen Sinn sie zu hamstern, sie lenken dich nur von den tollen Produkten ab!

3. Sortiere unnötige Kosmetik aus!

  • Sortieren alle Produkte aus, deren Haltbarkeit (länger) überschritten ist.
  • Entsorge kaputte Produkte, die nicht mehr gut anzuwenden sind.
  • Sortiere alle Produkte aus, die du länger als 3 Monate nicht getragen hast (abgesehen von Foundation-Farbtönen für Sommer/Winter).
  • Weg mit Make-Up-Produkten, deren Farben dir gar nicht stehen!

4. Behalte suboptimale Produkte übergangsweise bis du eine bessere Lösung gefunden hast oder sie aufgebraucht hast!

Nach Punkt 2 und 3 wirst du wahrscheinlich noch ein paar Produkte haben, bei denen du dir nicht sicher bist, die dich nicht richtig überzeugen aber auch nicht ganz schlecht sind.

Viele schmeißen beim Aussortieren gleich sehr viele Produkte weg und gehen dabei rigoros vor. Davon halte ich nicht ganz so viel, denn das ist nicht besonders nachhaltig und einfach Verschwendung.

Einige Produkte kann man durchaus noch behalten und versuchen so weit wie möglich aufzubrauchen, wie zum Beispiel Produkte, die du anderweitig verwenden kannst, Kosmetik, für die du noch keine bessere Alternative gefunden hast, oder für die du erst sparen musst, die zwar nicht super toll ist aber okay.

5. Verschenken, Verkaufen, Wergwerfen – Befreie dich vom Kosmetik-Kram!

Überlege dir, was du mit den aussortierten Produkten machen möchtest und packe sie entsprechend beiseite. Im Zuge einer privaten Kleidertauschparty lassen sich Kosmetikprodukte ganz gut loswerden, du könntest auch deine Mitbewohner oder Familienmitglieder fragen. Online Verkaufen ist eher schwierig und auch sonst wird man Kosmetik-Produkte leider nicht so gut los. Deswegen ist es auch wichtig, von vornherein nicht gedankenlos zu kaufen.

6. Mache eine Liste für die Zukunft!

  • Welche Produkte brauchst du noch, welche möchtest du haben?
  • Für welche Produkte suchst du einen tollen Ersatz?
  • Wieviele Produkte einer Kategorie möchtest du überhaupt besitzen?

Manchmal macht es Sinn sich eine Liste zu schreiben, an die man sich dann auch hält, um überflüssige und unbedachte Käufe zu vermeiden und Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Mal ehrlich, wieviele Produkte brauchst du denn wirklich um schöne Looks zu kreieren? Und ist es nicht manchmal schöner, eine Farbe aufzubrauchen und dann erst eine ganz andere Farbe zu kaufen? Dann hat man auch wieder einen Grund sich auf ein Produkt zu freuen, finde ich. Ändern 10 verschiedene Tonabstufungen wirklich den kompletten Look oder fällt das sowieso niemandem auf?

Man sollte bei Make-Up immer bedenken, dass kaum jemand so nah vor einem steht wie man selber vor dem Spiegel. Deswegen fallen minimale Veränderungen gar nicht so auf.
Die Liste würde ich auch davon abhängig machen, wie oft ich welche Produkte verwende.

So eine Liste befreit dich von unüberlegten Frust- und Spontankäufen. Außerdem schafft man es eher die Produkte vor dem Ablaufdatum aufzubrauchen! Am besten lädst du sie dir auf dein Handy oder legst sie gleich dort in einer Notiz-App an.

7. Bewahre deine Kosmetik so auf, dass es keinen Anreiz gibt, mehr zu kaufen!

Ein letzter Tipp von mir ist es, die Produkte so aufzubewahren, dass man den Überblick nicht verliert. Dazu gehört zum einen der Raum den man seiner Sammlung gibt. Ist der nämlich sehr groß, verleitet das eher ihn zu füllen. Ich habe deswegen ein super praktisches Tablett mit Unterteilungen. Was da nicht reinpasst ist zuviel des Guten! Auch macht es Sinn die Sachen zu sortieren, damit du immer gleich siehst, wieviele Produkte du von einer Kategorie schon besitzt.

Suboptimale Produkte, die ich trotzdem weiterverwende:

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Ganz aussortiert habe ich kein Produkt, eben weil ich schon sehr bedacht einkaufe. Trotzdem habe ich ein paar Produkte, die ich anderweitig verwende oder für die ich nach einem besseren Ersatz suche:

Alverde Perfekter Teint: Die getönte Creme ist einfach nicht ganz das richtige für meine Haut. Momentan probiere ich die Produkte von Inika aus, deswegen zieht die getönte Tagescreme in die Wohnung von meinem Freund. Dann kann ich sie dort am Wochenende benutzen und muss nicht so viel hin und her tragen.

Alverde Creme Eyeliner: Den finde ich richtig doof, weil er so schnell verwischt. Trotzdem darf auch er umziehen und sich als Lidschatten probieren. Klappt das nicht, kommt er weg.

Zuii Concealer: Der ist nicht optimal in der Deckkraft und für meine Haut, trotzdem brauche ich ihn auf und sehe mich danach nach einem besseren um.

Neobio Blush: Den finde ich vom Prinzip her gut, Haltbarkeit, Farbe, ohne Talkum, alles stimmt, nur die Glitzerpartikel nicht. Die setzen sich bei meiner Haut nämlich unschön ab. Trotzdem werde ich den bei guter Grundierung und als Lidschatten weiter verwenden.

Alverde Duo-Kajal: Den mag ich eigentlich schon, aber das Braun ist etwas zu warm für meine Haut- und Augenfarbe. Trotzdem wird der aufgebraucht.

Bronzer & Rouge von Alverde: Die enthalten zwar keinen Talkum dafür aber Parfumstoffe. Für meine Haut nicht super optimal allerdings sind sie ansonsten spitze und ich verwende sie weiter.

Ilia-Highlighter:
Versinkt irgendwie in meiner Hautfarbe, aber als leichten Lidschatten finde ich ihn super. Dafür würde ich ihn für den Preis natürlich nicht kaufen, aber so kann ich ihn wenigstens aufbrauchen.

Eco Cosmetics getönte Sonnencreme für das Gesicht: Geht gar nicht! Macht die Haut einfach super speckig und die Farbe ist auch seltsam. Deswegen werde ich die Creme im Sommer am Körper aufbrauchen, dabei muss man aber mit heller Kleidung etwas vorsichtig sein!

Habt ihr das Bedürfnis eure Kosmetik-Sammlung zu verkleinern? Wie geht ihr vor beim Aussortieren?

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1 Kommentar

  • Antworten Yvonne Groß 15. September 2016 um 11:37 Uhr

    Nach meiner großen Ausmist-Aktion habe ich alle aussortierten Sachen mit zur Arbeit genommen. Meine Kolleginnen haben sich riesig gefreut. Das war wie Weihnachten. Einige haben mir sogar ein bisschen Geld gegeben obwohl ich eigentlich nichts dafür haben wollte.
    Ich führe immer eine Wunschliste, auf die ich alle Produkte schreibe, die ich gerne haben möchte. Gerade teurere Sache, die ich mir nicht so einfach ohne weiteres leisten kann stehen da meist länger drauf und mit der Zeit wird mir dann oft bewusst, dass ich die Sachen eigentlich gar nicht wirklich brauche.
    Wie du gesagt hast, man braucht wirklich nicht viel um seinen Signature-Look zu kreiren.

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