Gedanken, Grüne Mode, Minimalismus

Minimalistisch Packen für Anfänger – Einwöchiger Städte-Trip

In den Pfingstferien habe ich eine knappe Woche in Paris verbracht. Ich liebe Städte-Trips, aber ich habe eine ziemlich große Abneigung gegen Koffer ein- und auspacken, da dies oft in Stress ausartet, weil ich mir zu lange Zeit lasse oder einige Kleidungsstücke noch ungetrocknet auf dem Wäscheständer hängen ;-).
Seitdem ich aber versuche minimalistischer zu reisen, stellt das weniger ein Problem dar. Ein halbes Jahr aus einem Koffer zu leben trainiert einen, unnötiges zu Hause zu lassen und sinnvoll zu packen. Schließlich möchte man auch im Urlaub immer das passende dabei haben.

Folgende Überlegungen beeinflussen meine Kleiderwahl:

  • Welche Art von Reise trete ich an, wo komme ich unter und wie lange bin ich unterwegs?
    Ist wichtig um zu wissen, welches Schuhwerk sich am besten eignet und natürlich, ob ich den ganzen Tag in Bikini und Jogginghose herumlaufen kann, oder das eher nicht so cool kommt ;-).

    Bei einem Städtetrip halte ich flaches Schuhwerk und bequeme Klamotten für wichtig, es sollte allerdings angezogen aussehen, immerhin ist es Paris und auch in einem Hotel möchte man doch ordentlich aussehen.

  • Wie wird das Wetter?
    Logischerweise eine sehr wichtige Frage, weil davon alles abhängt. Unter anderem welche Jacke ich einpacke und welche Schuhe (sollte es ständig regnen sind Stoffturnschuhe und Sandalen eher ungeeignet).

    Merke: Dem Wetterbericht in Paris ist nicht zu trauen. Eigentlich war strahlender Sonnenschein angekündigt, es regnete jedoch eineinhalb Tage heftig. Da war ich mit meinen Ballerina natürlich fehl am Platz, mein Problem war aber auch, dass ich momentan keine flachen wasserdichten Turnschuhe besitze. Grundsätzlich kann ich bei Städtetrips einigermaßen wetterfeste Turnschuhe empfehlen und ein zusätzliches Paar etwas elegantere Schuhe. Ich nehme da ganz gerne meine braunen Jonny’s vegan mit.

  • Besuche ich dort besondere Anlässe?
    Wer ins Theater, in die Oper oder ins Musical geht, vor hat schick Essen zu gehen oder berufliche Termine hat, muss diese natürlich immer einplanen und mindestens ein extra Outfit und eventuell ein Paar extra Schuhe einpacken.

War bei mir diesmal nicht der Fall, denn zu schick heißt in Paris auch zu teuer.

Meine Grundsätze beim Packen:

  • Je größer der Koffer, desto mehr Blödsinn nimmt man mit (Da passt ja noch was rein!). Je schwerer und größer der Koffer, desto mehr unnötigen Ballast trägt man mit sich herum. Deswegen für kurze Reisen lieber einen kleinen Koffer oder eine Reisetasche verwenden. Man kann sich auch überlegen, was man im Koffer und was im Handgepäck verstaut. Bücher packe ich zum Beispiel in meine Handtasche, da ich die Bücher dann sowieso im Hotel lasse. Plant man natürlich vor Ort viel einzukaufen, lohnt es sich Platz im Koffer einzuplanen, allein schon, um mögliche Unkosten oder Unannehmlichkeiten auf der Rückreise zu sparen. Übergepäck kostet bei Flugreisen sehr viel und zu viele Einzelteile bei Zugreisen mit Umstieg können lästig werden.
  • Pflegeprodukte nehme ich immer in Kleingrößen mit. Oft teste ich neue Produkte und kaufe diese direkt in Kleingröße oder fülle meine Produkte in kleine Behälter ab. Das spart Unmengen an Platz!
  • Bei dekorativer Kosmetik setze ich auf 1-2 Looks, da ich dann nicht so viele Produkte mitnehmen muss.
  • In Outfits denken! Und an Farben denken! Ich packe in geplanten Outfits, überlege mir also vorher was zusammenpasst. Auch achte ich darauf, dass die Outfits farblich so ausgewählt sind, dass ich notfalls untereinander austauschen kann. Hätte man nämlich ein geplantes Outfit für zwei Tage und am ersten einen Spagetti-Unfall, wäre es ziemlich doof Alternative zu haben. Zudem gestaltet sich das Waschen, bei Reisen wo dies nötig ist, einfacher. Und man braucht automatisch nicht so viele Schuhe ;-).
  • Waschmittel einpacken! Um Flecken zu entfernen gibt es extra kleine Flecken Roll-ons, ich verwende aber ganz gerne Rei in der kleinen Tube, damit kann man im Notfall auch ein ganzes Kleidungsstück einweichen.

Mein Freund ist jedes Mal aufs Neue erstaunt wie ich so viel in so eine kleine Reisetasche packe, ein Weekender für eine ganze Woche. Ihr kennt ja Hermines Zaubertasche, aber die braucht man nicht, wenn man minimalistisch packt. Mehrere Teile sind übrigens von nachhaltigen Marken, unter anderem die Ethno-Print Jogging Hose (Armed Angels), die ich für Abends im Hotel dabei hatte und der Lochpulli von Hessnatur. Mehr kann man leider nicht erkennen, eigentlich wollte ich in Paris Outfit Fotos machen, da ich allerdings etwas krank geworden bin und jeden Tag ziemlich fertig aussah, habe ich das lieber gelassen ;-D.

Meine Taschen:

taschen
Beide Taschen sind von My biotiful Bag, die aus Bio-Baumwolle hergestellt werden. Zertifiziert sind die Taschen allerdings nicht und wie da die Produktionsbedingungen aussehen habe ich auch nicht herausgefunden. Mir gefallen die Taschen gut, ich habe drei im Sonderangebot bestellt, hat etwas gedauert, aber gut geklappt. Sie sind sehr robust und man kann sie auch mal waschen. Finde ich für Weekender oder als Schultasche praktisch, da ich sie häufig schwer beladen und meine schönen Taschen schonen möchte.

Nach welchem Prinzip packt ihr eure Taschen?

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6 Kommentare

  • Antworten Oscura 11. August 2014 um 20:24 Uhr

    Ich bin, glaube ich, eher der ich-packe-mal-lieber-für-alle-Fälle-mehr-ein-als-ich-brauche-Typ^^ Vielleicht probiere ich das auch mal mit dem kleinen Koffer.

    Um Outfits mache ich mir beim Packen aber weniger Gedanken, weil bei mir eh fast alles zusammenpasst. Bin in der Hinsicht eher so der schwarze-Röhre-geht-immer-Typ 😀

    • Antworten Mari 5. September 2014 um 11:54 Uhr

      Das ist natürlich ziemlich praktisch =D

  • Antworten Sarah 22. September 2014 um 21:20 Uhr

    Ich packe mittlerweile auch sehr minimalistisch. Ich habe einfach bemerkt, dass ich 50% von meinen eingepackten Sachen gar nicht trage, aber waschen muss ich sie dann nach den Ferien trotzdem. Deshalb gilt bei mir, bis zu 10 Tagen –> Handgepäck. Bis 4 Tage –> kleiner Tagesrucksack, dass muss dann einfach reichen.
    Liebe Grüsse
    Sarah

    • Antworten Mari 25. September 2014 um 20:05 Uhr

      Das mit dem Waschen stimmt, ist auch ein Grund zu minimieren. Bis zu 10 Tagen Handgepäck würde ich nicht schaffen, Hut ab! Okay, vielleicht für einen Strandurlaub, das würde ich hinbekommen ;-).

  • Antworten Diana 5. April 2015 um 11:37 Uhr

    Den Waschpulvertipp werde ich mir merken!
    Ich packe immer eher zu wenig ein, als zu viel und habe am Ende der Reise alles verbraucht. Aber meist ist das auch das Problem: die letzten 2 Tage habe ich nichts frisches mehr zum Anziehen und muss etwas kaufen… Finde ich doof, weil ich lieber das Land sehe, als die Shoppingmeile.

    • Antworten Mari 13. April 2015 um 22:23 Uhr

      =D Eben, es gibt ja doch fast überall die gleichen Läden und die kann man auch zu Hause ansehen…

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